Mit 18 Jahren bekam ich meine erste Brille, mit 25 stieg ich auf weiche Kontaktlinsen um und zehn Jahre später habe ich mich getraut und habe eine Augenlaserkorrektur machen lassen.  Vor exakt vier Wochen. In Köln. Ein Erfahrungsbericht über eine Femto-Lasik-Behandlung…

Wieso überhaupt eine Augenlaserkorrektur?

Irgendwie steht 2016 bei mir ganz im Zeichen des Auges. Nach meiner Lidstrichpigmentierung wollte ich meine Augen nicht nur äußerlich verschönert wissen, sondern auch meine Sehkraft verbessern. In den letzten Jahren schwankte mein Dioptrienwert zwischen -3 dpt und -4 dpt. Ich war also viele Jahre ziemlich kurzsichtig und konnte mich abends nach dem Kontaktlinsenentfernen nur mit Brille (immerhin sehr stylisher Tom-Ford-Brille) fortbewegen. Durch meine beiden Schwangerschaften haben sich meine Dioptrienzahlen übrigens auch immer wieder verändert – die Hormone waren schuld… Jahrelanges Kontaktlinsengefummel in den Augen reichte mir also. Zudem wollte ich mal wieder im Flugzeug, am Strand oder an einem Sonntagnachmittag auf der Couch einschlafen, ohne mit völlig vertrockneten Linsen und Augen wieder aufzuwachen.

Wie finde ich die richtige Lasik-Praxis?

Ich sprach im Vorfeld mit einigen Bekannten, die ebenfalls ihre Augen haben lasern lassen. Zudem war es bei der Recherche im Internet eine gute Orientierung, auf das Lasik-TÜV-Zertifikat zu achten. Der Lasik-TÜV ist das höchste und strengste Gütesiegel, wenn es um eine objektive Einschätzung einer Augen-Laser-Klinik geht. Ich entschied mich schließlich für das Lasik-Land in Köln und vereinbarte einen ersten Termin, der 50 Euro kostete. Hier wurden meine Augen durchgecheckt: Sind meine Augen für eine Laser-Behandlung geeignet? Welche Methode ist die beste für mich? Wie sind meine Dioptrienwerte? Was kostet der ganze Spaß? Nach allen Prüfungen und dem abschließenden Go konnte ich einen Termin für die eigentliche Behandlung vereinbaren. Für mich als Kontaktlinsenträgerin war noch wichtig, dass ich sowohl zwei Wochen vor der ersten Untersuchung, als auch zwei Wochen vor der Laserbehandlung keine Kontaktlinsen tragen durfte. Sie können die Dioptrienzahl leicht verändern.
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Der Unterschied zwischen der Lasik-Methode und der Femto-Lasik-Methode

Bei der ersten Untersuchung wurde ich über die zwei verschiedenen Methoden der Augenlaserkorrektur informiert: Bei der normalen Lasik-Methode wird die Schutzschicht der Hornhaut entfernt und „weggeschmissen“. Danach wird das Auge gelasert und es braucht ca. drei Tage, bis es eine neue Schutzschicht aufgebaut hat. Diese drei Tage können sehr unangenehm sein, da man sein Auge kaum öffnen kann. Zudem tränt es immerzu und ist reizempfindlich. Dafür ist diese Methode einige Hundert Euro günstiger.

Bei der Femto-Lasik-Methode wird die Schutzschicht abgenommen, das Auge gelasert und die Schutzschicht wieder draufgesetzt, sodass die Augen viel schneller wieder einsatzfähig sind. Genau genommen dauerte es bei mir drei Stunden, in denen ich die Augen nicht öffnen konnte. Danach war der „Spuk“ vorbei und ich konnte zu 100 Prozent sehen. Ein Taxifahrer brachte mich bis zur Wohnung, die Kids waren in der Kita und ich schlief drei Stunden lang. Sinnvoll die Zeit genutzt, würde ich sagen!

Wie verläuft die Augenlaserkorrektur?

Ich machte mir natürlich Sorgen, ob das Ganze ins Auge gehen kann. Also bekam ich eine Beruhigungstablette. Mit Augentropfen wurden die Augen betäubt. Jedes Auge brauchte etwa drei Minuten, dann war auch schon alles vorbei. Zugegeben: Diese drei Minuten waren etwas unangenehm, aber nicht schmerzhaft. Man bekommt einen kleinen Gummiring ins Auge, sodass man die Augen nicht schließen kann. Natürlich möchte sich das Auge wehren und tränt. Zum Glück erkennt man gar nichts, weil es ja im Auge und nicht vor dem Auge passiert. Anschließend bekommt man eine – wie mein Mann sagte – Ray-Charles-Gedächtnis-Sonnenbrille. Man sollte sie auch die ersten Nächte lang tragen, damit man sich nicht aus Versehen die Augen reibt. Außerdem erhielt ich Rezepte für drei verschiedene Tropfen (Antibiotikum, Cortison und Tränenflüssigkeit) sowie einen Tropfplan. Übrigens durfte ich nur mit Schwimmbrille duschen, da kein Wasser ins Auge kommen darf. Wasser enthält nämlich Bakterien, die das empfindliche Auge entzünden könnten. Und ich durfte mich zwei Wochen lang nicht schminken – war mal ganz angenehm.

Die Kosten einer Augenlaserkorrektur

Wie schon erwähnt, kostete mich der erste Behandlungstermin 50 Euro. Hinzukamen 1.800 Euro für beide Augen und 63 Euro für die Tropfen. Also war ich mit einer Gesamtsumme von 1.913 Euro dabei. Gegengerechnet habe ich die Kosten für Kontaktlinsen, Kontaktlinsenflüssigkeit sowie für eine neue Brille.

Gut zu wissen

Wenn ihr euch ebenfalls überlegt, eine Augenlaserkorrektur vornehmen zu lassen, müsst ihr noch wissen, dass die Altersaugenschwäche davon unbenommen bleibt. Dagegen kann man sich nicht – zumindest nicht Jahre vorher – lasern lassen. Es kann also durchaus sein, dass ich in 10-15 Jahren eine Lesebrille benötige. Ich hoffe mal, dass sich mein Alterungsprozess in diesem Bereich noch Zeit lässt…

Fazit

Die Laserbehandlung ist kurze Zeit unangenehm, drei Stunden lang tränen die Augen, sodass man sie nicht öffnen kann. Und dann beginnt ein neues Leben. Der Tropfplan ist etwas nerv ig, weil man es manchmal vergisst oder man es in den Alltag nicht so gut einbauen kann. Die Kosten von 1.913 Euro kann man mit den jahrelangen Kosten von Kontaktlinsen und Brillen gegenrechnen und ich würde es jederzeit wieder tun. In diesem Sinne: FOURhang auf für mein neues Augenlicht!

Eure Katrin

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