Die letzte Woche im Jahr 2016. Man kann es ja kaum glauben. 52 Wochen sind schon wieder rum. Es kommt mir vor, als hätte ich gerade erst das Silvestermenü mit Rehrücken zubereitet? Dabei muß ich mir doch noch Gedanken machen, was ich am Samstag zubereite! Wahnsinn, wie die Zeit rast. In dieser Wochennotiz versuche ich mich einfach mal zu erinnern. Et voilà:

<Hot> … Kaum war Silvester rum, hatte wir eine fette Partyeinladung von 3 Freunden, die ihren 50. Geburtstag in Timmendorfer Strand gefeiert haben. Herrje auch noch mit dem Motto „Flowerpower“. Ich bin mal in die Tiefen meines Kleiderschranks gestiegen und habe mein Outfit irgendwie mit „Bestandsware“ zusammengestellt. Aber was war mit dem Mann? Er trägt nämlich NUR schwarz! Ha, ich hatte noch eine Schlaghose, die ich selbst nur mit turmhohen Highheels anziehen kann und eine rote Wildlederjacke, die etwas größer ausfällt und schwups war der Mann ein quasi Hippie. Mal keinen Schlonz in die Haare gemacht und seine Locken wehten fluffig im Wind.

Meine Güte sahen wir aus!

<Cold> … Waren bei mir irgendwie die Frühjahrsmonate. Lasse ich mich wieder anstellen oder bleibe ich doch selbstständig? Eigentlich hatte ich schon wieder Lust in einem Unternehmen zu arbeiten. Aber in welchem? Es gab u.a. Gespräche für die Leitung Unternehmenskommunikation eines großen Handelsunternehmen oder Head of PR für Deutschland, Österreich, Schweiz einer Kinderwagenfirma oder Kosmetikfirma. Irgendwie war es nie das Richtige. Das zehrt ganz schön an den Nerven, weil man sich nicht sicher war, wohin die Reise geht. Aber es ging ja alles gut aus, auch wenn ich nicht in einem Unternehmen gelandet bin. Mehr dazu unter: Erledigt.

<To do> … Es geisterte schon oft in meinem Kopf. Hatte ich also auf meiner „Vielleicht-To-Do-Liste“. Mache ich es oder nicht? Ja, einen Blog. Aber allein? Was bin ich für ein Glückspilz in diesem Jahr gewesen. Mit Katrin, Maike und Nici, drei Damen gefunden zu haben und FOURhang auf zu gründen! I love!

<Erledigt> … Ich habe meine Entscheidung getroffen. Ich bleibe selbstständig. Nachdem ich sehr gehadert habe, kam wie Kai aus der Kiste ein tolles Unternehmen um die Ecke, die ich in allen Kommunikationsthemen berate. Es hat nichts mit dem klassischen Lifestyle zu tun, den man mir in erster Linie zusprechen würde. Aber das macht nichts, denn ich lerne unglaublich viel an unternehmensspezifisch Fachlichem dazu und kann mein ganzes Wissen der letzten 15 eBay-Jahre einbringen. Ich bin sehr happy und 2017 kommt noch was dazu. Stay tuned.

<Dran denken> … Wie Ihr wisst, findet die Berliner Fashion Week zwei Mal im Jahr statt. Und ich bin immer mittenmang. Was das mit „dran denken“ zu tun hat? Mindestens eine Woche vorher muß ich immer dran denken, dass ich meine Styles zusammenstellen muß. Zweimal am Tag ziehe ich mich in der Regel um, das heißt, der komplette Kleiderschrank wird auch zweimal im Jahr von links nach rechts gedreht. Und da in zwei Wochen ja wieder der Modezirkus in Berlin weilt, muß ich auch wieder dran denken, meine Outfits zu kreieren.

<Nein Danke> …Irgendwie liegt ein Fluch auf meinem Auto. Ich fahre seit 1,5 Jahren einen kleinen schmucken Audi. Und warum auch immer haben wir uns noch immer nicht wirklich aneinander gewöhnt. Leider habe ich keine Ahnung warum. Dazu kommt, dass man mir im Sommer die komplette Seite und die Kühlerhaube mit einem Schlüssel zerkratzt hatte und letzte Woche parkte ich ganz nochmal in einer Parklücke am Soho House und als ich zum Auto kam, hat so ein Volldepp, der wohl rechts von mir stand, seine Brille nicht aufgehabt und mir eine fette Beule in die Beifahrertür gefahren und ist natürlich abgehauen. Das ist nun mehr als ärgerlich, weil ich beide Schäden selbst bezahlen mußte, beziehungsweise jetzt muß. Dazu kann ich einfach nur, nein danke, sagen und ein  großes Menno.

Bei den Kratzern und Beule kann man eigentlich nur davonlaufen.

<Kaufen> … Natürlich habe ich mir in diesem Jahr auch wieder viele, viele Klamotten gegönnt. Und wenn ich mal so Revue passieren lasse, würde ich jetzt nicht sagen, dass es ein Teil gibt, dem besondere Erwähnung gebührt. Denn, was ich nicht kaufe konnte, denn sie wäre sowieso unbezahlbar, ist meine Freundschaft zu meiner Schnecke. Die Beste von Welt: Immer für mich da, mich motivierend, mich zum Lachen bringend, gerade in diesem Jahr. Was hatte ich für ein Glück, diese wunderbare Frau vor 15 Jahren, noch relativ spät in meinem Leben, kennenlernen zu dürfen. Danke für alles.

Mit der Schnecke beim New Faces Style Award!

<Dringend> … Eigentlich wollte ich dieses Jahr etwas einen Gang runterschrauben. Weniger auf die Juck gehen, etwa gesünder leben, abgesehen von der sowieso ausgewogenen gesunden Ernährung. Aber wie es eben so ist mit den Vorsätzen, man hält sie entweder ein oder man lässt es. Macht ja sonst auch keinen Spaß, oder? Wie so oft, habe ich diesen Vorsatz irgendwie vergessen und schreibe ihn mir für 2017 wieder unter „dringend“auf die Liste. Lassen wir uns überraschen, ob es im nächsten Jahr klappt?!

<Anschauen> …Eins meiner Highlights in diesem Jahr war im Frühling das Gallery Weekend in Berlin. Ein ganzes Wochenende hüpfte man von Galerie zu Galerie, schaute sich Kunst an, plauderte mit Künstlern und Freunden. An einem Abend fuhren wir mit dem Schiff auf der Spree zu DEM Dinner an den 3 Tagen. In einer riesigen Halle, wundervoll dekoriert, frech durcheinander gewürfelte Gäste und köstlichem Essen. Man, war das ein Spaß und ich freue mich schon wieder auf den nächsten April!

Die Familie Fürchterlich beim Gallery Weekend Dinner!

<Essen> … Mit Abstand das coolste Essen, das ich in diesem Jahr fabriziert habe, war an Heiligabend. Confierter Kabeljau auf Kichererbsenpüree, dazu ein Gurken-Ingwer-Relish, Rotkohlsaft-Soße (den Kohl habe ich selbst durch eine Kartoffelpresse gedrückt! Ihr wollt nicht wissen, was ich für ein Massaker in der Küche veranstaltet habe) und dazu Sesam-Schwarzkümmel-Chips. Das war alles unfassbar aufwendig, schmeckte aber so unfassbar köstlich, dass dieses Gericht eine Erwähnung wert war. Fotos gibt es leider keines. Beim Servieren ist mir der eine oder andere Unfall passiert, was den Geschmack nicht beeinträchtigt hat – nur das Aussehen.

<Wochenende> … Viel Urlaub hatte ich in diesem Jahr nicht. Das habe ich mir nicht gegönnt. Aber ein verlängertes Wochenende, waren der Mann und ich an der Côte d´Azur und ich konnte etwas auf den Spuren meiner Jugend wandern.

Ach, ich würde glatt sofort wieder hinfahren!

Ich würde sagen: Auf in ein neues ereignisreiches Jahr! Ich wünsche Euch allen einen kräftigen Rutsch und nur das Beste für 2017. Bitte bleibt gesund und munter!

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