Im Zuge meiner Reise nach Holland mit meinen reizenden Blogger-Kolleginnen haben wir ja den ersten Tag kulinarisch verlebt. Dass sich beim Thema Niederlande auch Blumen in den Fokus schieben, war für mich logisch und habe mich auch sehr gefreut. Denn: Ich bin eine Blumenliebhaberin. Schnittblumen und Balkonpflanzen sind mein Steckenpferd. Sicher, man muß eine gewisse Leidenschaft dafür aufbringen, man sollte die Pflänzchen hegen und pflegen (ich spreche sogar manchmal mit ihnen, hihi). Aber, dass es auch Pflanzen und Blumen gibt, bei denen der obligatorische grüne Daumen nicht so eine maßgebliche Rolle spielt, habe ich dann am zweiten Tag der Reise erfahren. Für alle, die sich an Buntes und Grünes ranwagen möchten und sich bis dato noch nicht getraut haben, habe ich Euch heute die perfekte Lösung! Und auf eine Weise „gesund“ ist sie auch noch: FOURhang auf:

Es gibt Blumen die kommen landläufig auf den Kaffeetisch bei Oma Erna oder Tante Käthe, dazu gehören für mich Alpenveilchen, Nelken und gerade eine, deren Namen ich noch nie gewußt habe. Heute weiß ich, das ist die die Kalanchoe. Ich habe der Blume nie sonderliche Beachtung geschenkt. Aber durch die Hollandreise haben wir KP Holland einen Besuch abgestattet und ich habe sooooo viel über diese Pflanze gelernt, dass ich sie nun echt lieb gewonnen habe. Vor allem welche Vorteile sie besitzt, denn: Sie ist sehr dankbar und der grüner Daumen ist hier total überbewertet. Es geht auch ohne.

Das flammende Käthchen

Die Koinzidenz Tante Käthe und flammendes Käthchen fand ich echt lustig. Die Kalanchoe ist nämlich auch unter diesem Namen bekannt. Wir hatten die Chance in Gewächshäusern zu flanieren, um die Pflanze quasi von der Pike auf zu studieren und ihnen beim Wachsen zuzuschauen. Von Fussballfeld großen Gewächshäusern mit Minisetzlingen bis hin zu fertigen Pflanzen , die dann auf große Rollwagen zum Abtransport bereit standen. Warum fand ich das alles so spannend? Die Kalanchoe gibt es fast in allen Farben (man kann sie in jedes Farbkonzept der Wohnung und draussen integrieren). Sie kommt ursprünglich aus Madagaskar und zeichnet sich durch Robustheit aus und gehört zu den pflegeleichtesten Pflanzen ever. Deshalb haben die Gärtner ihr auch das Signet “ Easy Care“ verpasst. Sie braucht wenig Wasser , ein bißchen Sonne, um für mindestens 10 Wochen zu blühen. Was will man eigentlich mehr? Genau das Richtige für diejenigen, die bis dato dachten ein grüner Daumen sei in der Pflanzenwelt ein Muss.

Bunter geht es wohl kaum

Nach nach dem Marsch und dem Rundgang hatten wir auch das Glück mit den Blumen zu arbeiten, verschiedene Sorten der Kalanchoe zu dekorieren. Eine Floristin stand Rede und Antwort und wir haben Weidenkörbe, Schalen, Töpfchen bepflanzt. Der Fantasie wurden keine Grenze gesetzt, ebenso gab es allerlei Gimmicks, die wir in unsere Blumengestecke integrieren konnten. Ich glaube, wir alle haben uns keine Gedanken gemacht, wie wir das alles nachhause transportieren können. Das war uns völlig egal. Wir waren im Dekowahn und es hat einen Heidenspaß macht. Wenn Ihr mit Stefanie von Cookie, Dot and me oder Sarah von undeinepriseliebe sprecht, wir lachen immer noch über unsere Zugfahrt von Duisburg nach Köln…OMG.

Gesammelte Werke

Und eins kann ich heute feststellen, ich sage nie wieder „Oma-Blume“ wenn ich eine Kalanchoe sehe. Sie gehört eigentlich in jeden Blumen-Haushalt!
Dass ich meinen Weidenkorb, zusätzlich zu Koffer, Laptoptasche und Handtasche „lebend“ in mein Berliner Heim gebracht habe, grenzt echt an ein Wunder. Eigentlich hätte ich ihm einen eigenen Platz im Zug buchen müssen, hihi.

Mein großes Weidenkörbchen

Mit Raketenstart ins Wohnzimmer

Pflanzen können gut für das Zimmerklima sein? Hmmmmm, ja klar, dass es Pflanzen gibt, die Sauerstoff produzieren, davon hatte ich in Biologie gehört. Das ist nun aber auch schon wieder eine Weile her. Im entferntesten Hirnkämmerchen hätte ich vielleicht auch den Farn aufzählen können.  Die NASA hatte sich in den 90ern darüber Gedanken gemacht und geforscht, ob es nicht Pflanzen geben könnte, die den Astronauten in Raumschiffen gute Luft zuführen können?! Tja und so kam heraus, dass das sogenannte „Einblatt“ (lat. Spathiphyllum) geradezu ein Genie auf diesem Gebiet ist. Habe ich davon schon einmal gehört? Nein. Kannte die Pflanze vom örtlichen Ikea-Markt und habe ihr genauso wenig Beachtung geschenkt, wie dem oben genannten Käthchen.

Hätte ich mal besser, denn diese Zimmerpflanze ist ein Wunder, denn sie ist wie eine kleine Chemiefabrik. Die sogenannten „Air so Pure„-Pflanzen nehmen nämlich schädliche Gase aus der Luft auf, neutralisieren diese und bauen sie ab. Wobei das C02  richtig effektiv in Sauerstoff umgewandelt wird. Oh WOW!
Zusammen mit mehreren Pflanzen sieht sie übrigens äußerst dekorativ aus und nur als Beispiel: Bei einer Zimmergröße von 30qm sind bereits 3 Pflanzen ideal, während sie geradezu zum Wellness-Spender mutieren. Das „Einblatt“ muß nur einmal die Woche gegossen werden, begnügt sich mit einem mäßig hellen bis schattigen Standort und ist teilweise sogar für Allergiker geeignet. Wer sagt bitte, ein grüner Daumen ist immer wichtig? Diese Pflegehinweise kriegt auch ein Blumenanfänger hin!

Gerade beim Trend-Thema „Urban Gardening“ sollte sich die Architekten den „gute-Luft“ spendenden Pflanzen durch aus vermehrt annehmen. Wenn ich nicht in einem Altbau wohnen würde, sondern in einem coolen Loft, dann wäre für mich klar: eine Wand wird mit dem „Einblatt“ oder dem einen oder anderen Farn vollgehängt. Und zwar bis zur Decke!

Das waren wirklich ereignisreiche zwei Tage mit Ayse, Ilona, Janine, Katharina, Manuela, Sarah, Stefanie und Sandra. Mädels, es war super lustig mit Euch. Und vielen Dank an Daniela und Nicole von Seidl PR für die Einladung und die tolle Zusammenarbeit! Großer Spaß.
Durch Sandra, auch Miss Greenball genannt, habe ich folgenden Tipp für Euch: Seed Balls. Stellt Euch vor, Ihr habt meisenknödel- oder dem Thema entsprechend vom ersten Tag, falafalgroße Kugeln aus Erde, Ton und Saatgut von Blumen, Kräutern oder Gemüse. Schmeisst die Kugeln einfach in den Park oder in den Garten an Stellen, an die ihr nicht rankommt und wartet einfach ab. Durch Regen und Sonne beginnen die Pflänzchen nach einigen Tagen zu wachsen. Wie schön ist es denn, wenn man dann durch den Park geht und kann sagen – was blüht denn da? Grüner Daumen hin oder her!

Thumbs up für Holland, kulinarisch und grüner Daumen – hoch!

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