Neulich im Bio-Laden. Da bin ich jetzt nicht täglich, aber wenn, dann lasse ich mich schon mal inspirieren und wanderte durch die Regalreihen. Hängen geblieben bin ich bei den Körnern. Ich kenn eigentlich nur Weizen, Roggen, Dinkel, gut, vielleicht auch ein paar mehr. Seit geraumer Zeit ziehen auch Quinoa etc.  auf meine Teller oder Salatschüsseln. Aber habt Ihr schon mal was von Emmer gehört? Kurze qualitative Marktforschung in besagtem Laden betrieben und schwups landete eine Packung in hohem Bogen in meinem Einkaufswagen. Da ich ja nicht backe und Brot somit nicht in Frage kam, wurde daraus ein Emmer-Salat gezaubert. Mit Sau- und Prinzessbohnen (was eine Wortkombi :-)) und Pfirsich – eine gelungene, gesunde Versuchung. FOURhang auf!

Was ist Emmer?

Emmer ist ein Urkorn, der Gattung Weizen, und wurde das erste Mal von 10.000 Jahren angebaut. Ein sogenanntes Zweikorn. Zusammen mit dem Einkorn (nicht zu verwechseln mit dem Einhorn :-)) gehört Emmer zu den ältesten Getreidesorten. Ganz lange wurde Emmer nicht mehr angebaut und hat seit einigen Jahren angeblich wieder an Fahrt aufgenommen. Als ich im Büro letzte Woche fragte, ob jemand Emmer kenne, kam die Antwort: „Ja als Brot!“ Und wie ich später recherchierte wird sogar in der fränkischen Gegend Bier daraus gebraut. Das fange ich aber gar nicht erst an. Zudem gehört Emmer zu den gesündesten Getreidesorten, wegen zahlreicher Eiweiße und Mineralstoffe. Das hat mir schon mal gut gefallen. Und on top, der kernige, nußige Geschmack hat mich überzeugt.

Es mußt nicht immer Brot sein: Die Alternative ist Emmer-Salat

Wie schon gesagt, bin ich weder die große Bäckerin noch eine Bierbrauerin. Deshalb fand ich es total spannend aus dem festen Korn einen Emmer-Salat zu zaubern. Gerade wenn es jetzt wärmer ist, tut ein erfrischender Salat immer gut. Aber wenn in einem Körnersalat, Bohnen, Pfirsich, Minze und Bohnenkraut den Geschmack geben, will ich ihn am liebsten das ganze Jahr lang essen. Sollen wir mal loslegen?

Emmer-Salat: Mit Bohnen und Pfirsich
So schaut’s dann aus, wenn der Emmer-Salat fertig ist! Köstlich!
Rezept drucken
Emmer-Salat mit Bohnen und Pfirsich
Portionen
Portionen
Portionen
Portionen
Anleitungen
  1. Den Emmer gut abspülen und nach Anweisung kochen. Ich habe die doppelte Menge an Wasser genommen und mit Gemüsebrühpulver das Wasser etwas "gewürzt". Einmal aufkochen und dann runterstellen, bis das Wasser verkocht ist. In ein Sieb gießen und abkühlen lassen.
  2. In der Zwischenzeit die Saubohnen palen.
  3. Wasser mit etwas Salz aufkochen und die Kerne 2 Minuten kochen, abgießen und abschrecken.
  4. Dann die Häutchen von den Kernen entfernen. Geht ganz einfach, man drückt die Kerne einfach aus.
  5. Die Prinzessbohnen ebenfalls putzen und auch ca.7-8 Minuten in Salzwasser bißfest garen. Abgießen und auch kalt abschrecken. Dann behalten sie ihre grüne Farbe und werden nicht grau.
  6. Für die Salatsoße, etwas Wasser, das Olivenöl, Limettensaft,Essig, Honig, klein geschnittene Tomaten zu einem Dressing verrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
  7. Die Schuppen, schräg kleinschneiden. Die Pfirsiche auch mundgerecht schneiden oder in Spalten.
  8. Bohnenkraut und Minze kleinschneiden.
  9. Alle Zutaten miteinander vermengen und gegebenenfalls nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  10. Et voilà, ein perfekter Salat nicht nur im Sommer. Gesund und eine volle Mahlzeit!

Emmer-Salat mit Parmesan

Ich wünsche Euch eine tolle Körnerreise. Uns hat es Spaß gemacht, Emmer zu probieren. Es war bestimmt nicht das letzte Mal. Und ich muß mal gucken, was man mit dem Korn noch so alles machen kann, außer Emmer-Salat. Risotto vielleicht?

Autor

2 Kommentare

    • Hallo Janke, sorry für meine späte Antwort. Freut mich sehr, dass ich Dich neugierig machen konnte. Der Salat ist schon mal klasse. Vom Brot hatte ich gehört, aber noch nicht probiert. Risotto ist sicher auch gut. Man muß halt etwas mehr kauen, als bei Reis :-).
      Habe ein schönes Wochenende, herzlichst Leonie

Einen Kommentar schreiben