Geschrieben von Florian, dem männlichen Co-Autor des Blogs (Mann von Katrin und Bruder von Leonie)

„Until I’m six feet under – Baby I don’t need a bed – Gonna live while I’m alive – I’ll sleep when I’m dead“ oder doch „Please don’t wake me, no don’t shake me, leave me where I am – I’m only sleeping“? Wer setzt sich durch? Bon Jovi oder die Beatles?

Schlaf ist etwas Hochspannendes – vielleicht weil man so wenig darüber weiß. Und das, obwohl wir ihn jeden Tag brauchen. Eigentlich weiß man nur, dass Tiere und Menschen sterben würden, würden sie nicht schlafen. Aber warum, ist nicht so recht klar.

Ok – Puls, Atemfrequenz und Blutdruck fahren runter. Man wird sich in der Zeit schon irgendwo erholen und sonst? Dank „Inception“ und einer tollen Band aus Athens/Georgia wissen wir viel über Träume, Rapid Eye Movements und dass es dann irgendwann danach mit dem Aufwachen losgeht. Aber davor? Tiefschlaf? Und davor? Einschlafen? Müdigkeit? Was passiert da eigentlich?

Das Schlafverhalten – eine Sache des Gen-Pools

Nun, ich weiß es nicht. Allerdings finde ich es witzig, am Schlafverhalten von Menschen zu beobachten, welchem Gen-Pool sie entspringen. Bei unseren beiden Jungs ist es z.B. so, dass der Jüngere eindeutig nach Katrin kommt: Wenn er müde wird, dann legt er sein Buch weg, dreht sich zur Seite und schläft ein. Der Ältere kommt eher nach mir, das heißt, er kämpft erst mal gegen den Schlaf an – man könnte ja etwas verpassen… Bis dann irgendwann das gerade noch gelesene Buch aufs Gesicht knallt und dort die restliche Nacht liegen bleibt. Das Ganze gerne dann auch noch mit einer Grubenlampe auf dem Kopf.

Bei Leonie ist das übrigens genauso, also selten mit Grubenlampe… Bei ihr ist dabei noch lustig, wenn der Schlaf womöglich schon auf dem Wohnzimmersofa gesiegt hat, dann kriegt man sie da auch über Stunden nicht wieder runter. Und wir beide haben es wiederum von unserem Vater: Der kann überall schlafen – gerne auch in Gesellschaft und dann auch noch in Sitzmöbeln wie dem Wassily-Stuhl. Dass das nur in einer orthopädisch grenzwertigen Haltung enden kann, kann man sich vorstellen. Durch geschulte Handgriffe konnte er bislang immer befreit werden. Fotodokumente gibt es leider keine.

Kampf gegen den Schlaf

Dieser angesprochene Kampf gegen den Schlaf kommt definitiv von meiner Mutter, die bis heute noch bis nachts um 3 stündlich die Nachrichten hört. Um einigermaßen auf dem Laufenden zu sein muss man schon Prioritäten setzen. Aber mit diesem Mix ausgestattet komme ich eigentlich sehr gut auf meinen Schlaf. Das gipfelt beispielsweise darin, dass ich auch spät noch Kaffee trinken kann, der mich dann auch pusht, ich dann aber später deshalb noch nie Einschlafprobleme hatte. Wenn das mal vorkommt, dann durch Stress. Ob ein verschlepptes, ungelöstes Problem bei der Arbeit, ein Streit mit Katrin (kommt höchstens einmal im Jahr vor), philosophische Fragen nach dem Sinn von allem oder Samstagnacht nach einer VfB-Niederlage. Und auch wenn sich Letzteres leider mittlerweile häuft, so sind Einschlafprobleme bei mir bis heute höchst selten.

sleep.ink – Der Schlafdrink im test

Und ausgerechnet für einen wie mich mit dieser Konstitution und meinen Rahmenbedingungen trat nun Katrin mit einem an sich interessanten Produkt heran: sleep.ink – Der Schlafdrink. Der Ansatz ist folgender: Mit einsetzender Müdigkeit schüttet der Körper Melatonin aus. Wenn also genau dieser Prozess durch externe Faktoren (siehe oben) blockiert oder gehemmt wird oder umgekehrt beschleunigt werden soll, dann soll dieser Drink dabei helfen, indem quasi von extern eine zusätzliche Menge Melatonin in Form eines Nahrungsergänzungsmittels zugeführt wird.

Um es kurz zu machen: Es schmeckt lecker nach Kirsche – also eigentlich wie Kirschsaft. Ob es etwas bringt, kann ich auch nach mehrmaligem Anlauf nicht sagen. Ich bin eingeschlafen wie immer. Und habe anschließend sehr gut geschlafen. Möglicherweise hatte ich keine der erwähnten Stresssituationen. Die kann man sich ja auch nicht backen oder bestellen. Und ehrlicherweise bin ich auch nicht scharf drauf. Dann hätte das Röhrchen mal wirklich zeigen können, was es kann. Aber andererseits: Hätte ich mit Gongschlag 30 Minuten nach Einnahme alle Viere von mir gestreckt, hätte ich auch ein wenig Angst bekommen, ob da nicht vielleicht doch die ein oder andere härtere Substanz drin ist, die das Ganze erwiesenermaßen forciert. Soweit will ich nämlich auch gar nicht in meinen Schlaf eingreifen. Vielleicht gehört auch in größeren Abständen mal eine buchstäblich „schlaflose Nacht“ dazu. Und natürlich setzt es zu, wenn um 2:15 Uhr, um 3:30 Uhr und um 5:15 Uhr durch das Babyfon „Bestellungen“ aus dem Kinderzimmer zu einem im Bett verlorenen Eisbär, einem Glas Wasser oder einem Hörspiel (um 5:15 Uhr!) in meine Richtung durchgegeben werden. Insbesondere wenn dann um 6:15 Uhr gleich zwei hellwache Zwerge meine Unterstützung beim Bau eines selbstausgedachten Lego-Drachens einfordern – ohne Anleitung. Aber auch das gehört zum Vatersein dazu – und damit zum Schlaf in diesem Lebensabschnitt.

Ich bin froh über diese Kooperation, weil sie dazu geführt hat, mich mal wieder mit meinem Schlaf auseinanderzusetzen. Das Letzte mal war das der Fall, als wir uns eine Matratze gekauft haben und in der Bettenabteilung den Loriot-Sketch nachgespielt haben. Im Ernst, Schlafen ist etwas Großartiges. Vielleicht habe ich deshalb keine Einschlafprobleme. Am Ende freue ich mich trotz allem Ankämpfens drauf. Am Ende gewinnen halt immer die Beatles. Und sollten sie sich je mal schwer tun, dann habe ich noch ein Fläschchen sleep.ink im Schrank.

Werbung: Vielen Dank für die Produkt-Samples an sleep.ink!
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