Wenn man beschreiben würde, was ich für einen Style habe, dann ist das sicher alles andere als klassisch. Einen Hosenanzug oder ein Kostüm bei mir zu finden – Fehlalarm! Ich liebe es zu experimentieren, die schrägsten Muster zu kombinieren, dabei hoffentlich nicht lächerlich auszusehen und trotzdem meinen Stil zu unterstreichen. Natürlich kenne ich auch die Tage, da gibt es nur Sweatshirt und Jeans, aber dann knalle ich ein paar Glitzerpumps an die Füße und schon isses wieder Leonie-Style. Keine Angst, bin nur ein Fashion-Mädchen, wie mich Guido Maria Kretschmer mal nannte und deshalb habe ich einmal meine persönliche Styling-Fibel aufgeschrieben.

Styling-Fibel Tipp 1: Style Dich, wie Du Dich fühlst

Ich habe für mich ein paar Grundregeln, nennen wir es, eine Styling-Fibel, aufgestellt. Die implizieren immer, dass ich mich so kleide wie ich mich fühle. Da kann es schon auch mal vorkommen, dass ich im Cocktailkleid ins Büro gehe. Sicher überschreite ich keine Grenzen, dass ich zu tief dekolletiert in Meetings sitze oder der Rock zu kurz ist, dass man zuppelnderweise auf seinem Stuhl rumrutscht. Aber so was wie hier, mit No Glitter, No Party, kann schon mal vorkommen:

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Büromotto des Tages: No Glitter, No Party!

Styling-Fibel Tipp 2: Manchmal muss es auch eine Jogginghose sein

Ich liebe zum Beispiel auch Jogginghosen. Da kann mir Herr Lagerfeld so oft mit seinem…“dann hat man die Kontrolle über sein Leben verloren“ ankommen, das ist mir völlig egal. Ja, natürlich nicht die, die unten so ein superenges Bündchen haben und aus so einem fiesen Sweatmaterial sind, nein, sie hängen lässig, können aber auch mal eng sein und ein MUST dazu, is klar, Hacken. Wenn so ins Büro – immer mit Absätzen und einem stylischen Oberteil. Ob Seidenbluse oder oversized Blazer, alles erlaubt. Aber immer an die Heels denken! Wenn ich schnell mal umme Ecke zum Supermarkt muß, reichen mir auch silberne Chelsea-Boots.

Styling-Fibel Tipp 3: Lass es krachen – Ohrringe und Ketten

Schmuck: Tja, das ich auch so ein Thema. Ich laufe auch gerne mal rum wie ein Weihnachtsbaum. Ohrringe, je größer, desto besser. Ich habe bei meinen FOURhang auf-Mädels hier eine hammerharte Konkurrenz – um nicht zu sagen, Katrin, meine liebste Schwägerin,  schlägt mich um Längen, was die Anzahl der Ohrklunker angeht. Bin da auch etwas neidisch, weil bei ihr immer alles so ordentlich sortiert ist. Ich suche mir eher in meinem Chaos einen Wolf. Aber zurück zum Thema Styling-Fibel: Wenn das Outfit mal etwas schlichter ist, dann kommt Lametta an die Ohren, damit reißt man oft das Outfit rum. Diese hier sind von Zara.

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Die Ohrringe kann man dann gerne auch als Weihnachtsdekoration verwenden!

Eine Zeitlang ging ja nichts ohne Statement-Ketten. Man ballerte auf alles Monstren an den Hals, Blüten (wobei, die kommen wieder, dieses Mal, allerdings aus Stoff!), Knoten, Glitzersteine so groß wie Daumennägel. Mittlerweile bin ich etwas dezenter geworden. Mal ne zarte Feder an langer Kette (siehe Foto ganz unten) oder zum Abendkleid ein feines Collier aus Steinchen. Vielleicht liegt es auch am faltig werdenden Hals, dass ich den Fokus lieber auf die Ohren lege – wer weiß das schon!?

Styling-Fibel Tipp 4: Trends folgen – nicht unbedingt

Ich bin der Meinung alles ist erlaubt. Die richtigen Stylos unter Euch werden mir sicher widersprechen. Aber mal ehrlich, wer kann sich das überhaupt leisten und kauft wöchentlich die neuesten Hot Picks aus der Grazia? Deshalb horte ich einfach viel in meiner Garderobe, warum?

  1. A) Weil ich mich teilweise nicht trennen kann.
  2. B) Weil ich überzeugt bin, dass ich das unbedingt bald nochmal tragen möchte. Gerade das Thema Leo oder Camouflage, in welcher Form auch immer, ist schon wieder in den Magazinen und Läden. Dabei war dieser Trend gerade erst für tot erklärt. Tja so isses.
  3. C) Mir es völlig egal ist, ob man gerade nur Taillenhosen trägt – sie stehen mir einfach gar nicht – deshalb bleibe ich bei skinny oder boyfriend, auch wenn sie laut Trendbarometer total out wären.
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Und weil es so schön ist, knalle ich mal eben noch einen Leomantel oben drauf!

Outfit:
Bluse: Cos
Rock: Leider nicht mehr verfügbar. Dieser dunkelblaue Wildlederrock hier wäre allerdings auch fantastisch dazu.
Schuhe: Zara
Ohrringe: Rio-Modeschmuck Berlin, gerne anrufen und nach den Blütenohrringen in Roségold fragen
Leomantel: Leider nicht mehr verfügbar, aber dieser Mantel würde auch gehen.

Styling-Fibel Tipp 5: Das Kleiderschrankwunder

Es gibt Frauen, die ziehen nur die Kombination an, wie sie diese im Laden gekauft haben. Wie schade. Traut Euch die Vogelbluse zu einer Rautenhose zu tragen, wenn beides in die Farbwelt passt. Der Kleiderschrank kann so ungemein vielfältig und bunt erscheinen, wenn man ihn richtig ausschöpft. Und damit hat man gefühlt gleich doppelt so viele Klamotten und neue Kombinationen im eigenen Kleiderschrank. Herrlich!

Der Kleiderschrank ist ein Wunder. Alt und neu. "Kombiniere, Leonie-Watson!"
Der Kleiderschrank ist ein Wunder. Alt und neu. „Kombiniere, Leonie-Watson!“

Mein aktuelles Lieblings-, naja nennen wir es mal, Konvolut. Alt und neu gemischt. Alles ist an sich super und schlicht einzeln zu tragen. Aber was wäre, wenn ich ein paar Dinge miteinander kombiniere?
Die Samtleggings (1) mit der Palettenjacke (2)? Den Schottenkaro-Bleistiftrock (4) mit dem Camouflage-Hemd (6)?
Wobei der Karo-Rock (4) auch super zu der Palettenjacke passt…oder der metallic-Lederrock (9) mit dem Camouflage-Hemd?  Hach!
In welchem Outfit wollt Ihr mich demnächst mal sehen?

Fazit: Ich knalle Paillette auf Camouflage, darunter ne Schluppenbluse und wenn ich dann noch Lust und Laune habe, kommt noch ein Leo-Mantel oben drauf. Eben nach meiner persönliche Styling-Fibel, wenn ich mich darin wohl fühle. Dann kann man nur noch sagen: FOURhang auf!

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