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Vor einer Woche (am 01.03.20) endete mein sechswöchiger Zuckerentzugskurs „Zuckersüße Freiheit“ und heute möchte ich die häufigsten Fragen beantworten, die mich während des Kurses und danach erreichten. FOURhang auf! 

Wie schnell können bitte sechs Wochen vorbeigehen? Sechs Wochen lang (oder soll ich besser sagen: kurz) habe ich den Online-Zuckerentzugskurs von Saskia @deinegesundefamilie gemacht. Kein Zucker, keine Zuckeralternativen, keine Datteln, kein Honig, kein Agavendicksaft, kein Gluten und wochenweise auch gar kein Obst. Vor dem Kurs dachte ich noch, dass ich mir gleich an Tag 1 nach dem Kurs wieder eine Süßigkeit gönnen werde. Aber bereits nach 1-2 Wochen war klar, dass der Kurs ein Anstoßer und Start für einen viel längeren Weg sein wird. Denn ich liebe es, dass mein Blutzuckerspiegel jetzt seit Wochen dauerhaft niedrig ist und Heißhunger passé ist, um nur einen Vorteil zu nennen… Hier kommen nun die Antworten auf eure Fragen sowie weitere Vorteile.

Zuckerentzug: Produkte, die erlaubt sind
Ganz am Anfang muss man sich erst mal mit neuen Produkten eindecken, die während des Entzugs erlaubt sind.

Warum wolltest du den Zuckerentzugskurs machen?

Weil ich definitiv zu viel Zucker zu mir genommen habe. Zwar waren meine Hauptmahlzeiten immer schon sehr gesund, aber spätestens nachmittags kam die Lust auf Zucker, also auf etwas Süßes. Und abends auf dem Sofa ging es dann erst richtig los mit Schokolade & Co. Nicht selten habe ich lieber auf ein Abendessen verzichtet, um bei den Süßigkeiten richtig tief in die Tüte langen zu können. Das steigerte sich in den letzten Monaten und ich musste und wollte unbedingt einen Schlussstrich ziehen. Und wie es vielleicht bei Rauchern auch ist: Bei mir funktioniert es nur, von etwas wegzukommen, wenn ich es vollständig aus meinem Leben streiche. Und da ich es schon mehrfach auf eigene Faust versucht hatte und gescheitert bin, war ich sehr froh als ich das erste Mal davon hörte, dass man solch einen Entzug auch in Form eines Onlinekurses machen kann.

Zuckerfreie Ernährung
Wichtig: In jede Mahlzeit Blattgrün, Samen und Kerne einbauen.

Wieso macht eine zuckerfreie Ernährung Sinn?

Wenn wir zu viel Zucker konsumieren (übrigens auch in Form von Datteln, Fruchtzucker, Milchzucker etc.), schüttet unser Körper große Mengen Insulin aus. Dadurch wird zu viel Glukose aus dem Blut in die Zellen befördert. Anschließend kommt es zu einer „Unterzuckerung“ und diese verursacht wiederum Heißhunger. Je mehr Zucker wir also essen, desto mehr Heißhunger bekommen wir auch darauf. Wie ein kleiner Teufelskreis. Und da Zucker aufgrund seines Vitalstoffmangels nicht sättigend wirkt, sendet unser Körper immer weiter Hungersignale aus und somit ist oftmals kein Ende in Sicht. Wir nehmen schnell mehr Kalorien auf als wir verbrennen.

Viel trinken! Außerdem seht ihr hier ein paar Frühstücks-Ideen: Pulver für meine Kurkuma-Latte, Chiapudding aus Kokosmilch und glutenfreies Brot mit Avocado.

Wie erging es dir während der Zeit?

Ich hatte zum Glück gar keine Entzugserscheinungen. Einigen anderen Frauen in dem Kurs (insgesamt waren wir 80 Frauen) ging es in der ersten Zeit gar nicht gut, aber da hatte ich wirklich Glück. Saskia hat uns aber auch ganz viele Tipps gegeben, wie wir die Entzugserscheinungen gut in den Griff bekommen können. Ich habe übrigens sehr schnell festgestellt, dass ich nicht mehr viel ans Essen gedacht habe. Wenn ein Hungergefühl aufkam, dann konnte es beim Kochen ruhig noch eine Stunde dauern, das machte mir nichts mehr aus (früher musste es dann immer sehr schnell gehen, wenn ich Hunger bekam). Und auch wenn ein Meeting im Büro mal länger gedauert hat, dann wurde ich nicht nervös. Manchmal kam der Hunger auch erst gegen 16 Uhr – und Saskia sagte uns auch, dass wir erst essen sollen, wenn wir Hunger verspüren. Oft verwechselt man ja Hunger mit Durst…

Sprossen selbst ziehen
Ein großes Thema sind auch Sprossen – sie stecken voller Nährstoffe. Oben links seht ihr meine ersten selbstgezogenen Sprossen.

Was darf man überhaupt essen, wenn man auf Zucker, Zuckeralternativen und Gluten verzichtet?

Dank Saskias Koch- und Backbuch hatte ich genügend Inspirationen und wusste immer schon im Voraus, was ich wann essen und trinken möchte. Wir mussten auch Essenspläne für eine ganze Woche schreiben, die Saskia kontrolliert und verbessert hat. Inklusive Snacks, wenn doch mal ein plötzlicher Hunger kommt. Das hat mir total geholfen, einfach dem Plan zu folgen. In dem Kurs haben wir gelernt, wie man Mahlzeiten zusammensetzt, damit sie so nährstoffreich wie möglich sind. Erlaubt ist alles, was kein Zucker und kein Gluten enthält. Zum Beispiel Salat, Gemüse, Nüsse, Avocados, Nussmus, Linsen, Kichererbsen usw. Schaut euch auch mal die Fotos von diesem Blogpost an.

Edamamenudeln
Liebe ich immer noch: Falafel mit einem großen Salat und Edamamenudeln!

Hast du abgenommen?

Ja, insgesamt habe ich 2,7 Kilo abgenommen. Das hört sich nicht viel an, aber ich muss dazusagen, dass es bei dem Kurs nicht ums Abnehmen geht. Im Gegenteil: Wir sollten viel und uns richtig satt essen, damit der Entzug vom Zucker möglichst leichtfällt. Ich muss gestehen, dass ich zwischendurch etwas Sorge hatte, dass ich eher zunehme, weil die Mengen doch stattlich waren und man ja auch durchaus Kalorien zu sich nimmt (Nüsse, Avocado, gesunde Fette), aber da man durch die nährstoffreiche Ernährung so gesättigt ist und kein Heißhunger entsteht, hat man dann am Ende des Tages doch weniger Kalorien zu sich genommen als wenn man Zucker täglich isst.

Dank Saskias Koch- und Backbuch hatte ich genügend Inspirationen für meine Mahlzeiten.

Machst du jetzt weiter mit der zucker- und glutenfreien Ernährung?

Ja, auf jeden Fall! Der Kurs ist ja jetzt vorbei, trotzdem habe ich die gesamte Woche genauso gegessen und getrunken wie die sechs Wochen zuvor. Nur gestern war ich auf einer Geburtstagsfeier und habe zum ersten Mal nach 7 Wochen wieder Alkohol getrunken. Es hat mich aber nicht getriggert und mich nicht aus der Bahn geworfen.

Hat sich dein Geschmack verändert?

Oh ja! Als in der 6. Woche wieder jedes Obst erlaubt war, habe ich mir einen Apfel in ein Müsli geschnibbelt. Und es schmeckte so unfassbar chemisch künstlich. Das war total merkwürdig. Diese Süße schmeckte überhaupt nicht natürlich. Seitdem habe ich keinen Apfel mehr gegessen. Das hätte ich vorher nie gedacht, wie krass sich die Geschmacksnerven nach so kurzer Zeit verändern!

Gab es mal einen Ausrutscher während der sechs Wochen?

Nein, keinen einzigen. In der allerersten Woche habe ich noch Käse gegessen – obwohl ja Milchzucker darin enthalten ist. Die erste Woche war vor allem dafür da, in das Thema reinzukommen und zu lernen, was erlaubt ist und was nicht. Ab Woche 2 war mir dann alles klar und ab dem Moment gab es kein bisschen Zucker und kein bisschen Gluten bis zum Ende. 

Ich war immer mehr als gesättigt dank nährstoffreicher und gesunder Ernährung!

Hast du Kartoffeln und Tomaten vermisst?

Oh, die sind gar nicht sooo tabu. Man sollte sie nicht zu häufig essen und sie können in gekochter/gebackener/gebratener Version triggern – das muss jeder für sich testen, ob man danach Lust auf Süßes bekommt oder nicht. Bei mir hatte es keine negativen Auswirkungen, habe beides aber auch nicht ständig gegessen.

Ist der Kurs auch etwas für Kochmuffel und wenig-Zeit-Haber geeignet?

Ich würde sagen Ja. Denn Salat ist ein absolutes Muss in dem Zuckerentzugskurs von Saskia. Möglichst zu jeder Mahlzeit sollte man Blattgrün zu sich nehmen. Dann noch Kichererbsen oder Linsen, etwas Fett wie Avocado oder Leinöl – und fertig könnte schon ein schnelles Mittagessen sein. Also ich stand auch nicht stundenlang in der Küche. Vor allem abends habe ich mir mein Essen vorbereitet, das ich dann am nächsten Tag mit ins Büro genommen habe.

Was kostet der Kurs?

Es gibt zwei Varianten des Kurses. Wenn du eine intensivere Beratung und Betreuung wünschst, dann kostet der Kurs etwas mehr. Diesen würde ich auch auf jeden Fall empfehlen, denn wir konnten Saskia zu jeder Uhrzeit Fragen stellen, Zutatenlisten schicken und mitteilen, wenn die Süß-Gelüste gerade wachsen. Sie war wirklich 24/7 für uns erreichbar und hatte immer super Tipps, die uns schnell geholfen haben. Bei der günstigeren Variante ist man Teil einer Facebookgruppe und auch hier beantwortet Saskia die aufkommenden Fragen. Hier könnt ihr alles zu den Preisen auch noch mal nachlesen.

Hattest du jederzeit eine Ansprechpartnerin?

Ja, da ich mit 13 weiteren Frauen und Saskia in einer Whatsapp-Gruppe war. Ich glaube, ich war auch diejenige, die die meisten Fragen gestellt hat, hihi. Und Saskia hat immer sofort reagiert – das war besonders hilfreich, wenn man gerade im Supermarkt stand und nicht sicher war, ob ein Produkt Zucker oder Gluten enthält.

Was waren die wichtigsten Learnings für dich?

  1. Salat zu jeder Mahlzeit essen!
  2. Nur dunkelgrünen Salat nehmen (z.B. nicht Eisbergsalat)!
  3. Dressing-Ideen: Hummus verflüssigen, Nussmus mit Essig, Gewürzen, Senf verrühren
  4. Um Sonnenblumenöl oder Distelöl einen Bogen machen (zu viel Omega 6)!
  5. Rapsöl: nur kaltgepresstes!
  6. Megatipp: Olivenöl (extra nativ) salzen und nach 1 Stunde im Gefrierfach als Butterersatz verwenden.
  7. Olivenöl: für Rohkost verwenden!
  8. Kokosöl: zum Kochen/Braten/Backen verwenden!
  9. Was triggern (Lust auf Süßes steigern) kann: gekochte Kartoffeln, Obst, gekochte Karotten (Suppe oder aus dem Ofen), gekochte Tomaten (Sauce), Cashewkerne/Cashewmus, zu viele Kohlenhydrate/Getreide
  10. Man kann jedes Essen um Nährstoffe ergänzen, sodass der Körper alles hat, was er braucht – und folglich keinen Heißhunger bekommt. Beispiel: Gemüse aus dem Ofen -> mit Leinsamen, Sesam, Hummus und Sprossen toppen/pimpen!
Grüner Smoothie
Ich hatte Sorge, aber ich habe den rein grünen Smoothie geliebt!

Wie hast du den grünen Smoothie zubereitet?

Zimt, Vanille, Chiasamen, Haferflocken (glutenfrei), Leinsamen, Green Goodness, Cashewkerne, Kokoswasser, Zitrone, Ingwer, Gurke, Avocado, Mandelmus und Babyspinat in den Mixer geben. Wenn es zu dickflüssig ist, dann noch Wasser dazugeben und erneut mixen. Und anfangs hatte ich Sorge, dass er mir in den obstfreien Wochen überhaupt nicht schmecken würde, aber ich habe ihn geliebt – sooo lecker!!!

Was hat dich motiviert, die Kur durchzuhalten?

Dass mein Blutzuckerspiegel niedrig geblieben ist. Ich tigere einfach nicht mehr im Supermarkt um Süßigkeitenregale herum. Ein Gang am Bäcker vorbei interessiert mich nicht mehr. In Gedanken kreist keine Schokolade mehr. Ich fühle mich pudelwohl und topfit und vermisse einfach nichts.

Würdest du den Kurs noch mal machen?

Definitv JA! Ich kann ihn euch nur ans Herz legen, wenn ihr denkt, dass ihr zu viel Zucker zu euch nehmt. In einer Gruppe schafft man es viel leichter und die gesamten Informationen, die wir von Saskia in unseren täglichen Lektionen erhalten haben, kann man sich selbst wohl nur sehr schwer aneignen. Bei Saskia bekommt man sie auf dem Präsentierteller und muss es nur noch selbst umsetzen.

Habt ihr weitere Fragen? Dann könnt ihr sie mir gerne in den Kommentaren stellen und ich werde sie euch beantworten.

Zuckersüße Grüße
Eure Katrin

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