Gastfreundschaft – ein wunderschönes Thema, um darüber ein Buch zu schreiben. Wir haben mit der Autorin und Fotografin des Buches Elissavet Patrikiou gesprochen. Warum das Kochbuch für sie ein wirkliches Herzensprojekt ist, was für sie Gastfreundschaft bedeutet, was das Buch sie gelehrt hat und welches ihr Lieblingsessen ist, hat sie uns verraten.

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Gastfreundschaft bedeutet für jeden etwas anderes. Für die Autorin und Fotografin Elissavet Patrikiou bedeutet es, dass alle an einem Tisch sitzen und gemeinsam essen. Egal, woher man kommt und wie man aussieht, das Miteinander ist ihr wichtig. Die Griechin empfindet es als ganz selbstverständlich, dass sie so lebt. Daher ist ihr neues Buch für sie auch eine echte Herzensangelegenheit. In „Gastfreundschaft“ geht es um Menschen aus aller Welt: von Felix (einer der besten Köche auf Norderney) bis hin zu geflüchteten Menschen aus Syrien. Mit Geschichten über diese Menschen von dem Journalisten Michalis Pantelouris geschrieben.

Wir sprachen mit Elissavet über ihr neuestes Buch „Gastfreundschaft“.

Im Gespräch mit Elissavet über „Gastfreundschaft“

Wie entstand die Idee zu dem Buch?
Elissavet: Mich haben immer wieder Leute darauf angesprochen, wie viele spannende und unterschiedliche Typen Mensch ich kenne. Und so entstand die Idee für ein Buch: all diese Menschen zusammenzubringen und mit Geschichten und Rezepten in einem Buch festzuhalten. Teilweise sind es sehr enge Freunde von mir, andere kannte ich nur flüchtig, fand sie aber toll und interessant. Mir war wichtig, dass viele verschiedene Kulturen dabei sind und Menschen, die man erst mal – oberflächlich gesehen – nicht gleich zusammenbringen würde.

Was bedeutet Gastfreundschaft für dich?
Elissavet: Auf Griechisch heißt es „Filoxenia“ – wortwörtlich übersetzt: Filo=Freund und Xenos=Fremder. Du kommst als Fremder und gehst als Freund.

Aus dem Buch „Gastfreundschaft“

Was ist dein Lieblingsessen aus dem Buch?
Elissavet: Diese Frage kann ich wirklich nicht beantworten, weil ich jedes Essen liebe! Ich esse wirklich alles, wenn es selbst gekocht wurde. Niemals irgendwelche Fertigprodukte. Aber wenn sich jemand die Mühe macht, für mich zu kochen, mich bei sich einzuladen – allein das ist für mich schon so viel wert und das Essen wird mir schmecken!

Welches Lebensmittel hast du bei deiner Recherche neu kennengelernt?
Elissavet: Kein spezielles Lebensmittel, aber die Zusammenstellung und Kombinationen von Zutaten. Das syrische Essen zum Beispiel ähnelt sehr dem Essen aus meiner anderen Heimat Griechenland. Schmeckt aber ganz anders, weil sie mit anderen Gewürzen kochen, viel mit Nüssen, Rosinen – was wir nie verwenden.

„Gastfreundschaft“ ist sowohl ein Kuchbuch, als auch ein wunderschöner Bildband.

Welche Küche magst du am liebsten?
Elissavet: Wenn ich mich für ein absolutes Lieblingsessen entscheiden müsste, dann wäre es die Zitronencreme-Suppe von meiner Mutter! Ganz klar! Das ist Heimat pur für mich. Immer wenn ich in Griechenland ankomme, gibt es zuerst diese Suppe, das ist der erste Geschmack beim Ankommen. Aber ich liebe wirklich die Vielfältigkeit an Essen aus verschiedensten Regionen/Kulturen – auch deutsches Essen wie Sauerbraten und selbstgemachte Spätzle.

Welche Eigenschaften braucht ein guter Gastgeber?
Elissavet: Das Wichtigste – sowieso immer für mich, auch im Leben: ECHT sein. Und mit Herz. Das reicht. Und ist schon verdammt viel!

Dein Tipp, wenn man plötzlichen Besuch bekommt – was zaubert man am besten auf die Schnelle?
Elissavet: Gutes Brot anrösten, mit guter Butter bestreichen. Eine Flasche Wein und Oliven auf den Tisch. Reicht schon. Wenn man mag, auch sehr lecker dazu: ein gutes Rührei mit gebratenen Tomaten – zum Schluss noch Schafskäse darüber, der dann noch leicht schmilzt.

Wie sahen deine Arbeitstage für das Buch aus? Reisen, essen, genießen? Gibt schlimmere Jobs…
Elissavet: Ja, das ist der schöne Teil! Aber währenddessen ist es auch eine sehr große Herausforderung: genau in diesen Momenten, die schön, nah und besonders sind, die besten Bilder zu machen. Ohne dabei die schöne Atmosphäre zu stören. Denn nur so bekomme ich echte Momente – und das ist mir bei meinen Bilder immer besonders wichtig.

Mit etwas Glück gehört das Buch bald schon euch.

Gewinnspiel

Wenn ihr von dem Bildband und Kochbuch genauso angetan seid wie wir, dann solltet ihr euer Glück versuchen und bei unserem Gewinnspiel mitmachen. Wir dürfen nämlich ein Buch „Gastfreundschaft“ verlosen. Verratet mir dazu einfach in den Kommentaren, was Gastfreundschaft für euch bedeutet. (Ihr könnt bis zum 2.12., 23 Uhr teilnehmen.) DAS GEWINNSPIEL IST BEENDET!

Viel Glück!
Eure Katrin

Autor

14 Kommentare

  1. Gastfreundschaft bedeutet für mich, das was man hat zu teilen und zu spüren was der Gast gerade braucht: Ruhe oder Geselligkeit, Wasser oder Espresso, feines Essen oder warme Socken, oder beides ….

  2. Gastfreundschaft bedeutet für mich, dass der Besuch sich fast wie zu Hause fühlt und immer gerne wieder kommt.

  3. Gastfreundschaft bedeutet für mich, Vorfreude auf und über das Kommen von Besuch, selbst wenn sie spontan vor der Tür stehen, dass man keine Mühen scheut, damit sich Gäste wohlfühlen.

    Alles in Allem: wenn Gäste nicht mehr Gäste sind, sondern Familienmitglieder!

  4. Gastfreundschaft bedeutet für mich, dass man sich auf und über Gäste freut, auch wenn sie spontan vor der Tür, dass man keine Mühen scheut, damit sie sich wohlfühlen.

    Alles in Allem: dass Gäste nicht mehr Gäste sind, sondern zu Familienmitgliedern werden!

  5. Gastfreundschaft bedeutet für mich, alles zu tun , damit die Gäste sich nich nur wohl, sondern auch heimisch fühlen. Sie müssen merken , dass sie willkommen sind, ob geplant oder überraschend . Wenn Sie nach Hause gegen und sagen, es war schön bei Euch , dann war alles richtig.

  6. Gastfreundschaft ist, wenn die Gäste Zeit und Raum vergessen und wissen, sie sind immer willkommen, auch ohneEinladung.
    Für uns sind Gäste in unserem zu Hause unsere Familie!!
    Schönen Abend und liebe Grüße EvelinWakri

  7. Tanja Hammerschmidt Antworten

    huhu du liebe, schöne verlosung <3 für mich ist gastfreundschaft sehr wichtig.. ich liebe es ein guter gastgeber zu sein, mache aber immer viel zu viel und gebe jeden noch was mit nachhause, wo sie mindestens eine woche noch überleben können 😀
    ich möchte das jeder nachhause geht mit einem lächeln und sich auf erneutes wiedersehen freut <3

    lg limettenfreundin@gmx.de

  8. Am schönsten ist es, wenn sowohl meine Gäste als ich vergessen, dass sie Gäste sind, weil ich sie in mein Heim integriere und sie sich uns anpassen. Und Gäste werden traditionell bekocht und gefüttert, bis wir alle nicht mehr können und nur noch rollen… das ist in meinem Heimatland so 🙂

  9. Gastfreundschaft heißt für mich Offenheit für andere Menschen. Neugier auf andere Ansichten. Spaß daran, andere zu verwöhnen, Zeit mit ihnen zu teilen. Gemeinsam kochen, essen, trinken, lachen, spielen. ..

  10. Gastfreundschaft ist ohne Forderung und ohne profitable Hintergedanken, einfach schöne Zeit miteinander zu verbringen, beim Essen, Trinken, Zusammensein. Ohne Wenn und ohne Aber!

  11. Spontane Besuche sind immer erwünscht – einen Stuhl am Tisch leer zu haben um jederzeit jemanden in die Runde setzen zu können

  12. Bedeutet auf jeden Fall Neugier auf Menschen und das Interesse an ihren Geschichten und Erlebnissen. Den Gästen eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich wohl fühlen, gerne bleiben möchten und rundum versorgt sind.

  13. Ihr Lieben,
    vielen Dank für eure Teilnahme an unserem Gewinnspiel. Gewonnen hat Evelin, die wir auch bereits informiert haben.
    Liebe Grüße
    Katrin

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