Premiere auf dem Blog: Zum allerersten Mal überhaupt haben wir einen Gastbeitrag online. Und zwar nicht von irgendwem, sondern von einem Mann, der „Fourhang auf“ sehr verbunden ist: dem Mann von Katrin bzw. dem Bruder von Leonie. Er wollte schon oft für uns schreiben, doch zum ersten Mal passt auch das Thema. Wir mussten über seine Zeilen jedenfalls herzlich lachen.

Geschrieben von Florian, dem Mann von Katrin und dem Bruder von Leonie:

Hallo erst mal! Juhu, endlich darf ich auch bei „Fourhang auf“ mitmachen! Ich habe schon vieles vorgeschlagen: einen Konzerthinweis? No, nicht die Zielgruppe; Erfahrungsbericht mit Video zur Duplo-Murmelbahn „Hubelino“? Süß, aber Nein Danke! Ein Bericht vom VfB-Auswärtsspiel? Never ever! Aber ein Eau de Toilette darfst du testen! Du darfst dir sogar aussuchen, welches du testen willst!

Mein erster Duft

Dazu muss man eines wissen: Ich trage keinen Schmuck. Noch nicht mal eine Armbanduhr und ich lege nie Duft auf. Selbst meine Duschlotion ist quasi geruchsneutral. Folglich ging ich ohne jedes Vorwissen hier ins Rennen. Eigentlich ja perfekt für die Übung, doch halt … einen Duft kenne ich: Calvin Klein „One“, den meine Schwester, also die andere Blog-Herrin, mir in den 90ern mal schmackhaft machen wollte. Fand ich damals nicht so prickelnd, aber das Marketing und die Idee eines Unisex-Duftes haben damals zumindest für einen Versuch gereicht. Überhaupt Marketing. Eigentlich ist die Herangehensweise, ein Parfum aus einer Liste auszuwählen, ja Quatsch. Man sollte die Düfte ausprobieren und dann quasi für den Langstreckentest auswählen. Geht jetzt nicht, also läuft es nur über Assoziationen – zu den Marken, zu den Produktnamen oder überhaupt zum zugehörigen Marketing, das bei mir hängengeblieben ist. Und dann dauert es auch nicht lange und ich bleibe – Ding Dong – bei „Eternity“ von Calvin Klein hängen.

Warum „Eternity“ von Calvin Klein?

Nun, ich bin ein Kind der 90er! Ich hatte die „Max“ abonniert! Der damalige Spot mit Christy Turlington und nem Markus Schenkenbergeschen Typen am Strand, das Ganze ordentlich mit Blaufilter – mehr 90er geht nicht! Und selbst den Spruch von ihr am Ende weiß ich noch: „As long as we’re together, time can’t touch us“. Hammer! Den flüster’ ich manchmal auch Katrin ins Ohr. Die fragt dann: „Wat willste!?!?!“ Naja…

Wonach duftet „Eternity“?

So, also die Kampagne von damals ist noch ziemlich präsent. Aber wonach duftet „Eternity“ denn nun? Nach Strand? Nach Meer? Der Flakon ist angenehm sachlich gehalten. Art-déco-Assoziationen mit den abgerundeten Ecken oben und dem verchromten kantigen Sprühknopf. Ich erwarte und erhoffe mir etwas Frisches. Vielleicht tatsächlich, weil die Werbung das suggeriert – aber auch weil ich für mich, wenn ich mir schon mal die Frage stelle, dann doch eher einen frischen Duft vorstellen kann. Also los geht’s. Ich sprühe einen einfachen Spritzer auf mein Handgelenk. Ich will ja nicht gleich überdosieren. Aber Nein. Wir reden hier über Eau de Toilette, nicht Parfum – großer Unterschied. Da bleibt nicht viel hängen, also lege ich nach: linke Schläfe, rechte Schläfe, linkes Handgelenk, dann das rechte darauf getupft. So, das sollte eine Basis sein.

Erster Eindruck

Glück gehabt! Es ist tatsächlich ein frischer Duft – aber schwierig zu beschreiben. Das ist keine Frische wie bei manch einer Duschlotion, auch nicht zitrusfrisch – und Nein, nach Meer und Seetang rieche ich auch nicht. Moment, etwas Zitrone rieche ich doch, aber auch was anderes und zusammen gibt das was Eigenes. Ich kriege es nicht definiert. Tief inhaliere ich an meinem Handgelenk und sporne die Botenstoffe an, weitere Informationen ans Hirn zu liefern. So weit ist der Weg ja wohl nicht! Ich bekomme es nicht definiert. Ok, jetzt mal kurz normal Luftholen. Also es ist nicht alleine Zitrone, ich rieche nicht wie unmittelbar nach dem Geschirrspülen… Irgendwas gleicht das Zitrushafte aus. Vielleicht ein anderes Obst? Ein Gemüse? Holz? Ich werde wahnsinnig. Entnervt halte ich mein Handgelenk Katrin unter die Nase. Auch sie tut sich schwer, hier Assoziationen rauszudestillieren. Aber sie mag ihn total! Hey, das ist doch schon mal cool! Doch dann: „Ich erinnere mich an einen Urlaub in Portugal mit einer damaligen portugiesischen Freundin. Da war damals ein Typ, der war total heiß. Der hat den Duft auch getragen.“ Na toll. Jetzt wecke ich also Erinnerungen an einen Latin-Lover. Das nimmt alles eine Entwicklung, die mir nicht so zusagt. Aber eines muss man ja sagen: Dass Katrin sich Jahrzehnte später gleich wieder daran erinnert, da hat der gute Calvin keinen unpassenden Produktnamen gewählt. Der bleibt offensichtlich ewig in Erinnerung – in der Nase weniger. Schon nach 20-30 Minuten hat er sich schon auf ein sehr unaufdringliches Maß reduziert. Ich finde das positiv, weil die sehr präsente Frische sich nun zu einer dezenten Note gewandelt hat. Und wie gesagt, es ist ein Eau de Toilette. Wer es nachhaltig intensiver mag, kann entweder damit duschen – wie offensichtlich dieser Surfer von der Algarve damals – oder eben das Parfum ausprobieren.

Also Katrin riecht den Duft gerne an mir.

Mein Fazit

Also ich mag den Duft und ich mag ihn auch als Eau de Toilette. Katrin mag ihn auch. Ihn zu definieren, gelingt mir immer noch nicht. Aber dass das nicht so einfach ist, macht ja auch Spaß. Wer schnuppert nicht minutenlang an einem Glas Rotwein bis Zedernholz, Preiselbeere und sonstiges Gehölz herausinterpretiert sind. Das ist übrigens meine Haupterkenntnis als – wie gesagt – bislang Duft-Verweigerer. Einen Duft zu erschnuppern, macht Spaß. Natürlich lieber an Katrin, aber in dem Fall auch gerne einen Herrenduft an mir selbst. Und „Eternity“ hat in jedem Fall die Tiefe, dass es sich lohnt, öfter mal zu schnuppern.

Liebe Grüße. Vielleicht darf ich ja doch den Stadionbericht als nächstes schreiben.
Euer Florian

Der Duft wurde uns übrigens von PARFUM.de zur Verfügung gestellt. Wer neugierig geworden ist und „Eternity“ ebenfalls mal ausprobieren möchte, kann ihn hier nachkaufen.

Autor

5 Kommentare

  1. Ich habe den Artikel mit Vergnügen gelesen. Mein Gatte liebt Düfte, ist aber auch sehr wählerisch. Ich benutze übrigens Eternity Intense für Damen…mein absoluter Favorit! Lg auch an Katrin und Leonie

  2. Hallo Florian,
    toller Artikel, hat mir Spaß gemacht, ihn zu lesen. Gegen weitere Gastbeiträge habe ich nichts einzuwenden. 🙂
    Liebe Grüße Nina

  3. Hallo Florian, wenn Dein Stadionbericht auch so amüsant geschrieben ist, dann lese ich ihn auch vom A bis zum E , obwohl das Thema B sogar nicht aus der Ecke holen kann…
    Eternity erinnert einfach an heiße Flirts im Süden… Urlaub, Sonne und wundere Dich nicht, wenn Du da und dort von Frauen ein Aufenzwinkern bekommst… Sagt mein Mann, der es auch heute noch manchmal verwendet.
    Freue mich auf eine Wiederholung und liebe Grüße EvelinWakri

  4. Sehr erfrischend beschrieben 😉 man spürt förmlich die Begeisterung auf der Jagd nach der Definition des Parfum 👍 ich finde es klasse, wie dein Mann es beschreibt und das Schmunzeln kommt auch nicht zu kurz 😁 mein Fazit: Punktlandung 😘👌und Markus Schenkenberg habe ich auch angeschmachtet 😂 einen schönen Tag 🧚‍♀️

  5. Hej Flohfloh,
    Zu unseren „I‘m Theo man in a Box — Sammelfahrten“ hätte Eternity auch nicht gepasst!😊 Liebe Grüße aus dem Süden ( übrigens tief verschneit)!

Einen Kommentar schreiben