Meine Freundin Andrea, die Gründerin von Abury, kenne ich echt schon über 15 Jahre. Damals hatten wir geschäftlich zu tun, haben uns dann etwas aus den Augen verloren und uns vor ein paar Jahren wieder gefunden. In dieser Zeit hatte sich bei ihr wirklich viel getan: Sie gründete Abury. Sofort habe ich mein Herz verloren, in die Idee was hinter Abury steht und in ihren Mut und ihr Engagement. Da ich immer in ihrem Laden in der Kastanienallee rumstöbere und auch schon einige Taschen aus ihrer Marrakesch-Kollektion besitze, wie ihr zum Beispiel in meinem Weihnachtslook gesehen habt und Andrea meinen Style so gerne mag, kam ihr auch die Idee für ein interkulturelles Styling, frei nach dem Motto: Indien, Ecuador und Marrakesh treffen auf Berlin-Style. Diese Challenge habe ich gerne angenommen, weil sie meine Freundin ist. FOURhang auf!

Was heißt eigentlich interkulturelles Styling?

Um zu verstehen, was hinter der Abury Foundation steht, müsste man erstmal einen eigenen Blogpost verfassen, denn Andrea kämpft an allen Fronten beim Thema „giving back“: Nutze das Handwerk des Landes und verbinde es mit Social Fashion, Interieur, Bildung, eine Schule in Marokko, ein Hotel in Marrakesh und dabei tut sie Gutes.  Ich kann euch nur empfehlen diesen kleinen Bericht anzuschauen. Ich war irre stolz, als ich neulich mitbekommen habe, dass „Hallo Deutschland“ über Andrea und ihre Projekte berichtet.

Andrea und ich bei ihrem Summer-Cocktail! Da waren meine Haare ja noch blond!

Neben ihrem Engagement in Marokko, ist sie u.a. auch in Indien und Ecuador aktiv. Neulich fragte sich mich, ob ich nicht mal Lust hätte, Accessoires aus ihrem internationalen Repertoire auszusuchen und diese mit meiner persönlichen Klamotte zu kombinieren, quasi ein interkulturelles Styling. Und weil ich mich ja schlecht selbst fotografieren kann, außer in meinem Spiegel, hat mich extra die wunderbaren Suzana Holtgrave in Szene gesetzt zu werden. Et voilà:

Marrakesch and India meet 50ies Look

Als Erstes habe ich mir eine Lederkette, OhrringeChoker von der Designerin Fiona Paxton rausgesucht. Dazu ein Armand aus ecuadorianischen Tagua-Nüssen und einen passenden Ring (der übrigens in Tansania hergestellt wurde). Da alle 3 Teile eher reduziert wirken sollen, habe ich dazu eine kleine goldene Berber-Bag kombiniert. Tja und was mache ich jetzt damit? Ein grafisches 50ies Kleidchen mit Lederpaspeln von Zara und ein schwarzes langärmliges Kleid von Odeeh haben den Weg aus meinen Kleiderschrank gefunden. Und ich fühlte mich pudelwohl damit.

Die Ohrringe sehen aus wie meine Haare – springen auch so in der Gegend rum

Kimono trifft Indien und Ecuador

Als ich neulich mein rotes Kleid aus Hongkong bekam, habe ich mich sofort verknallt. Ich liebe weite Kleider und wenn sie dann auch noch Taschen und eine Midilänge haben, bin ich im Glück. Es war für mich also klar, dass ich dieses Stück unbedingt anziehen möchte. Und schwups gab es Gott sei Dank auch die passende Clutch (ich sage euch, denn ich style  ja noch eine in türkis, die Clutches machen einfach gute Laune!!!) und das Armband, das auch noch exakt den gleichen Rotton besitzt. Meine goldenen Booties von Riccardo Cartillone an die Füsse und fertig war der Look. Besser ging es nicht. So würde ich sofort zur Fashion Week oder zur Berlinale gehen.

Der interkultureller Alltagslook:

Mir ist ja völlig bewußt, dass man nicht täglich mit einem asiatischen Abendkleid rumrennen kann. Deshalb wollte ich auch mal zeigen, dass man lange Seidentücher auch mal anders binden kann, als sich nur um den Hals zu wickeln. Wenn Ihr mich schon etwas kennt, rufe ich oft den Tag der Schuppenbluse aus. Immer dann, wenn ich meinen Hals nicht zeigen möchte. Also habe ich diesen wunderbaren Seidenschal, der übrigens geschaffen wurde, ohne dass die Seidenraupen ums Leben gekommen sind und weiter als Schmetterlinge durch Indien fliegen, als großen Propeller gebunden. Wieder so ein tolles Nussarmband umgebunden, einen türkis gewobenen Ring, eine passende türkis-orange Clutch, kombiniert mit den &Other Stories Gold-Booties und fertig ist der Look, um mit Freunden zum Dinner zu gehen.

Seidentuch als Propeller am Hals gebunden – mal was anderes!

Wie ihr sehen könnt, liebe ich Abury. Sei es die Clutches aus Marrakesh aus Leder oder aus Bast, die Armbänder aus Ecuador oder auch die Tücher aus Indien, die aus dieser „gewaltfreien“ Seide gefertigt werden. Man kann alle diese Dinge in den Alltag einbinden und irgendwie tut man dabei auch was Gutes – auch bei eurem interkulturellen Styling. Es war mir wichtig, die einzelnen Teile zu einem Ganzen zusammenzufügen. Oft steht man nämlich vor den Accessoires und fragt sich, wie man das kombiniert. Ich hoffe, es ist mir gelungen und es gefällt Euch.

Liebe Andrea, Lara und Suzy – es hat unglaublichen Spaß gemacht!

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