Omelett auf Graubrot mit Schnittlauch am Abend. Omelett mit Kartoffeln und Spinat zu Mittag. Omelett mit einem Stück Baguette am Sonntag zum Frühstück. So kennen wir das beliebte quirlige Ei. Dass auch in anderen Ländern diese Eierspeise beliebt ist, zeigen unter anderem die Japaner. Wer schon mal in einer Sushi-Bar eine Nigiri-Variation bestellt hat, kam auch nicht daran vorbei: Tamagoyaki, so heißt das Omelett auf japanisch.  Als wir neulich, nach ewigen Jahren wieder mal Sushi selbstgemacht haben, war auch das japanische Omelett dabei, weil es auch einfach dazugehört. Und ehrlich, als ich es zum Auskühlen bei Seite gelegt habe, habe ich mir immer ein kleines Streifchen abgeschnitten, weil es so unfassbar lecker war. Damit Ihr auch in den Genuss kommt, gibt es hier die Anleitung und noch ein paar weitere Zubereitungsideen. FOURhang auf!

Wir bestellen beim herkömmlichen Japaner Makis, Nigiris und/oder Sashimi. Nigiris, also die Reisbällchen kommen meist mit Lachs, Thunfisch, Makrele, Garnele oder wenn man etwas wagemutiger ist auch mit Muscheln. Aber eben auch mit japanischem Omelett. Das Besondere: Es wird nicht wie bei uns einfach in eine gefettete Pfanne geschüttet und locker umgerührt und dann saftig serviert, sondern es wird in dünnen Bahnen stocken gelassen und dann geschichtet. Deshalb entsteht die kompakte aber fluffige Masse. Ein weiterer Unterschied ist, dass zum Ei noch Dashi, eine Fischbrühe, Zucker, Mirin und Sojasosse hinzugefügt wird, was dem Ergebnis dann eine herzhaft, süsse Note gibt.

Das klassische Tamago!

Japanisches Omelett: Auch zum Frühstück ein Genuss

Die Japaner essen landläufig herzhaft zum Frühstück. Reis, Misosuppe sowie Weißkohlsalat mit Sesamdressing gehören neben gepökeltem Gemüse ebenso dazu wie japanisches Omelett. Wir würden sowas hier eher zu Mittag oder abends essen, aber anscheinend ist der Start in den Tag mit etwas Warmen, der perfekte Tag. Das kennt man ja auch von der Ayurvedischen Küche, da nimmt man ja auch fast alles angewärmt oder warm zu sich. Also ein Versuch es zu probieren?! Wir sagen: Ja!

Das japanische Omelett macht sich prächtig als Einlage in der Misosuppe!
Typisches japanisches Frühstück: Weißkohlsalat und japanisches Omelett!
Und der Tag kann beginnen!

Natürlich kann man das Omelett auch in ein Sushi Sandwich packen und dann gemütlich mit ins Büro nehmen!

Die Kunst japanisches Omelett zuzubereiten:

Es ist zwar eine Kunst, aber auch kein Hexenwerk. Wichtig ist, dass man dem Ganzen etwas Zeit gibt und eine rechteckige Pfanne besitzt. Natürlich funktioniert das auch mit einer herkömmlichen runden Pfanne, man muß dann nur die Enden etwas einschlagen, damit man das Kompakte, Rechteckige Omelett gewinnt. Wie bereits erwähnt, wird das Ei nicht einfach nur in die Pfanne geschüttet, sondern man lässt es in Tranchen stocken und schichtet dann die jeweils die Lagen übereinander. Am Ende kommt ein kompaktes rechteckiges, aber leichtes Omelett „Brikett“ raus, das sich beliebig weiter verarbeiten lässt.

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Japanisches Omelett
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Portionen
Vorbereitung 5 Minuten
Kochzeit 15 Minuten
Portionen
Anleitungen
  1. Eier aufschlagen und in eine Schüssel geben. Kalte Dashi-Brühe, Sojasosse, Zucker, Salz und Mirin kräftig vermischen, bis sich der Zucker und das Salz aufgelöst haben. Die Mischung zu den Eiern geben und verrühren, nicht schaumig schlagen.
  2. 3 EL Pflanzenöl in eine Pfanne geben und entweder durch Schwenken oder mithilfe eines Pinsels oder eines Papiertuches das Öl verteilen. Bitte die Pfannenränder nicht vergessen. Die Pfanne stark erhitzen. Überschüssiges Öl abgießen.
  3. Eine dünne Schicht der Eimasse in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze stocken lassen. Falls Blasen entstehen, mit einem Messer aufstechen.
  4. Die gestockte Eierschicht mithilfe eines Spachtels um ein Drittel einschlagen und dann nochmal. Das Ei einmal umdrehen und von hinten nach vorne schieben und wieder zurück.
  5. Den nun freien Platz wieder mit wenig Öl bestreichen und eine weitere Schicht des verquirlten Eis in die Pfanne geben. Sofort das bereits gestockte Ei anheben, sodass das frische Ei etwas darunterlaufen kann.
  6. Die dünne Schichte Ei nur gerade so stocken lassen, dass sie noch glänzt und dann wieder so einschlagen und auf und um die bereits fertige Masse schlagen. Auf diese Weise fortfahren, bis das komplette geschlagene Ei verbraucht ist. Mit einem Spachtel schön in eine rechteckige Form bringen
  7. Das fertige Omelett sollte etwa 2-3 cm dick sein vorsichtig aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. Nach Belieben verarbeiten

Ach, ich habe echt Lust öfter was Japanisches zuzubereiten. Vielleicht mache ich auch mal demnächst einen Sushi-Post. Hättet Ihr Interesse? Und welche Röllchen mögt Ihr am Liebsten?
Dewa mata, bis bald!

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2 Kommentare

    • Oh, das freut mich! Vielen Dank! Ja, das Dashi und Mirin ergibt die herzhaft, süsse Note, die meines Erachtens zwingend nötig sind. Na dann wünsche ich viel Erfolg und gutes Gelingen. Schöne Grüße Leonie

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