Es ist aber auch eine Krux. Alles was im Allgemeinen richtig gut schmeckt, hat höllisch viele Kalorien und meist auch viele Kohlenhydrate. Wenn man also wie ich, die alles mag, gerne auch das Leberwurstbrot mit Butter drunter oder mal eine amtliche Nudel isst und dennoch auf seine Ernährung und somit auch auf die Linie achten möchte, muss einfallsreich sein. Jetzt bin ich neulich auf die Konjak-Nudeln gestoßen, die Wunder versprechen. Wenig Kalorien, glutenfrei, fettfrei, vegan. Aber schmeckt das? Das machte mich neugierig und habe sie ausprobiert. FOURhang auf für Konjak-Nudeln mit Sesam-Saibling!

Als ich dem Mann erzählte, heute gebe es Konjak-Nudeln, hat er mich erstmal angeschaut wie ein Huhn wenn’s donnert. Denn er kannte sie nicht, wie auch, und dann dachte er an Spirituosen und hielt mich für bekloppt. Ich erklärte ihm, dass das nichts mit Cognac zu tun habe, sondern, dass Konjak,eine asiatische Wurzel sei.

Woraus bestehen die Konjak-Nudeln:

Das Konjak-Mehl wird aus der Konjak-Wurzel gewonnen, die Teil der Teufelszunge ist (klingt ja schon mal wild). Es besteht zu 50 bis 60% aus Glucomannan, zu ca. 25% aus Stärke, zu 2 bis 5% aus Zellulose, zu 5 bis 10% aus Fett, zu 3 bis 5% aus Zucker und zu 3 bis 5% aus Mineralen. Ganz schön theoretisch, aber was ist Glucomannan? Glucomannan ist ein Ballaststoff, der viel Wasser speichert. Sprich, die Nudeln, werden aus dem Ballaststoff und Wasser hergestellt, mehr nicht. Die Nudeln, auch Shirataki genannt, haben keine für den Körper verwertbare Kohlenhydrate und sind somit ideal für Diäten. Sie unterstützen die Darmflora, können Blutzucker und Insulinspiegel senken und Blutfette verbessern, weil sie quasi im Darmtrakt noch quellen. Das bedeutet, sie machen satt, man sollte aber auch genug dazu trinken.  An sich, schmecken die Konjak-Nudeln nach nichts, nehmen aber wunderbar Soße beim Zubereiten auf. So weit so gut!

Wie bereitet mal Konjak-Spaghetti zu?

Ich habe für mich beschlossen, auch wenn sie aussehen wie Spaghetti, ich kann sie nicht mediterran zubereiten. Das passt für mich nicht. Aber da die asiatische Küche sowieso zu den leichten gehört, war es nahe, eine Gemüsepfanne zu zaubern, mit Fisch. Los gehts!

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Asiatische Pfanne mit Konjak-Spaghetti und Sesam-Saibling
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
Vorbereitung 15 Minuten
Kochzeit 20 Minuten
Portionen
Anleitungen
  1. Konjak-Spaghetti aus der Verpackung nehmen und gründlich mit Wasser durchspülen. Wie auf der Packungsanweisung zubereiten. Dauert max. 4 Minuten
  2. Paprika in Streifen schneiden, Champignons würfeln und Zwiebeln in Ringe schneiden.
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen, das Gemüse zusammen mit dem gehackten Ingwer, der Peperoni und dem Knoblauch in die Pfanne geben und anbraten.
  4. Für die Sosse, Sojasosse, Fischsosse, Reisessig, Zucker und Wasser auflösen.
  5. Die Sosse, zusammen mit den Spaghetti in die Gemüsepfanne geben, einkochen lassen.
  6. Den Saibling in mundgerechte Stücke schneiden mit dem Sesam bestreuen. Butter in einer Pfanne erhitzen. Den Fisch erst auf der Sesamseite scharf anbraten, wenden, dann salzen. Fertig. Der Fisch sollte noch glasig sein.
  7. Den Fisch zum Gemüse geben, salzen und pfeffern, sowie einen Spritzer Zitrone darüber geben.
  8. Portionieren und mit Sprossen und Kresse dekorieren.

Also ich fand es ganz lecker. Klar muß man mit gewissen Gewürzen etwas Speed in das Gericht bringen. Aber das macht ja nichts. Frisches Gemüse ist sowieso immer klasse. Huhn oder Rind passen anstelle des Saiblings auch hervorragend.
Ich kann mir übrigens die Nudeln auch sehr gut in einer vietnamesischen Pho vorstellen.

All in all, ohne Kohlenhydrate, vegan, fettfrei und dann auch noch mit den tollen Nebeneffekten, was den Körper anbetrifft, kann ich schon nachvollziehen, dass man in den USA bereits von „Miracle Noodles“ spricht!

Für die jenigen, die sich für dieses Jahr vorgenommen haben, ein paar Kilos zu verlieren, denen kann ich die Kotjak-Nudeln absolut empfehlen. Aber wichtig, immer viel Wasser dazu trinken! Wenn Ihr noch Lust auf weitere Low Carb Rezepte habt, dann haben wir Euch hier noch ein paar Food-Inspirationen.

 

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