Ich könnte ja Gurken, also Essiggurken, zu jeder Tageszeit essen. Morgens, mittags und abends. Kann auch davor oder danach ein Nutellabrot verdrücken. Das war schon immer so. Und nein, ich bin nicht mein ganzes Leben dauerschwanger! Ich liebe einfach das Säuerliche, mit einer leichten Süsse. Überhaupt mag ich auch alles was süss sauer eingelegt ist. Die klassischen Pickles eben. Und wenn wir mal ehrlich sind, Frittiertes mögen wir auch immer. Sicher in Maßen, aber dann…? In Kürze haben wir Gäste und als ich mir überlegt habe, was man als Snack zum Aperitif reichen kann, liefen mir die Fried Pickles über den Weg. Gürkchen frittiert. Dazu ein feiner Dip. Könnte kaum perfekter passen: Lasst Euch überraschen. FOURhang auf!

Ich mag es ja gerne den eintrudelnden Gästen ein Gläschen in die Hand zu drücken, damit man erstmal ankommt. Wenn man dann noch eine Kleinigkeit serviert, umso besser. Es gibt ja verschiedene Snacks, wie Cracker, etwas Gemüsiges, wie Avocado oder Karotten oder eben auch mal was schnell Frittiertes – aber: aus Essiggurken!? Inspiriert von den Food-trends 2018, rübergeschwappt aus den Südstaaten Amerikas, habe ich mal Fried Pickles mit einem Dip ausprobiert. Ein toller und überraschender Snack zum Drink oder natürlich auch einfach so!

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Fried Pickles: Frittierte Essiggurken
Vorbereitung 15
Kochzeit 15
Portionen
Zutaten
Vorbereitung 15
Kochzeit 15
Portionen
Zutaten
Anleitungen
  1. Da ich keine Fritteuse habe: Das Öl in einen Topf gießen und langsam auf ca. 175 Grad erhitzen. Ich habe ein Thermometer reingehängt, damit ich die Gradzahl überprüfen konnte. Wenn das Öl zu kalt ist, wird die Panierung zu fettig und die Gürkchen auch nicht kross.
  2. Die Gurken längs vierteln
  3. Für die Panierung die Senfkörner zermörsern
  4. Beide Mehlsorten und die Gewürze gut in einer Schüssel vermischen
  5. Eier, Milch, Salz und Pfeffer separat in einer Schale gut vermixen
  6. Wenn das Öl heiß ist, die Gurkenviertel einzeln gut in der Eimischung wälzen und dann in der Mehlmischung wenden. Gerne die Mehlflocken andrücken, dass sie so aussehen, wie Würstchen.
  7. Danach in das heiße Fett geben und goldbraun frittieren. Das geht recht flott. Also immer ein Auge drauf haben. Nie zuviele Gurken auf einmal ins Fett geben, da sich das Fett sonst abkühlt und es nicht mehr richtig frittiert.
  8. Mit einer Kelle die fertigen Gurken auf ein Küchentuch legen und "abtropfen" lassen.
  9. Also Soße, zum Dippen, habe ich mich auch an den Amerikanern orientiert und habe eine "Comeback" Soße zusammengemixt.

Und da natürlich der passende Dip nicht fehlen darf, gibt es heute dazu eine „Comeback“ Soße. Die kommt auch im Original aus Mississippi. Die Südstaatler sind eben Spezialisten, was das Thema „Frittieren“ angeht und haben somit auch die passenden Soßen. Natürlich gehen auch Honig-Senf-Soße oder ein Parmesan-Dip dazu. Aber diese „Comeback“ -Soße hat es mir angetan. Sie ähnelt unserer Cocktail-Soße und schmeckt so lecker, dass die Gäste bestimmt wiederkommen. Deshalb wohl auch der Name:

Comeback-Sosse für Fried Pickles: Rezept für 4-6 Personen

1 Tasse Majonaise
1/4 Tasse Katchup
1/4 Tasse Chili-Soße (ich habe von dem scharfen Zeug allerdings nur ein bißchen genommen :-))
3 EL Pflanzenöl
1 TL gerösteter Knoblauch
3 TL Worcestershire-Soße
2 TL Dijon Senf
2 TL Zitronensaft
Pfeffer

Irgendwie hatte ich noch aus meinen USA Zeiten (das war in den 90ern!!!) einen „Cup“, aber natürlich geht auch eine normale Tasse als Mengenangabe.

Reliquie aus meiner USA Zeit!

Alles in ein Gefäß zusammengeben und mit dem Pürierstab durch mixen.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit Euren Gästen oder beim TV-Dinner mit den Fried Pickles!

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